Elisabeth Keller
11. Juni 1961 – 04. Oktober 2021
»Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, der bleibt unter dem Schatten des Allmächtigen.
Ich sage zu dem HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue!«
Psalm 91,1-2
Der Trauergottesdienst findet am Dienstag, den 12. Oktober 2021, um 10:30 Uhr im Bethaus der ECBG Lage, Eschenweg 1,
statt und die anschließende Beisetzung auf dem Friedhof Lage-Pottenhausen, Schlehenstraße.
Lebenslauf
von Elisabeth Keller
Elisabeth Keller, geb. Tippel, wurde am 11.06.1961 im Dorf Akkul des Gebiets Koktschetaw in Kasachstan als viertes Kind in die Familie von Viktor und Berta Tippel geboren.
Elisabeth, die bis in das Erwachsenenalter von allen liebevoll Lisa genannt wurde, wuchs wohlbehütet mit fünf weiteren Geschwistern in ihrem Elternhaus auf.
1970 siedelten sie als Familie nach Kirgisien um, wo sie in Bergtal als neunjährige ihre neue Heimat fand. Dort lernte Elisabeth auch ihren Ehemann Franz Keller kennen. Sie heirateten am 17.06.1979 und erlebten 42 wunderbare Ehejahre.
Gemeinsam hatten Franz und Elisabeth sieben Kinder. Vier Söhne und drei Töchter, wobei zwei der Söhne schon im Babyalter starben. Elisabeth liebte ihre Familie und sorgte sich darum, dass es ihnen gut geht.
Im September 1987 siedelte die Familie Keller nach Deutschland um und lebte zunächst in Lemgo-Hörstmar, bevor sie 1992 nach Detmold zogen.
Am 12.05.1991 waren Franz und Elisabeth zu einer Evangelisation in Hamm eingeladen. Bei dieser Veranstaltung entschieden sie sich gemeinsam für Jesus Christus. Er wurde ihr persönlicher Erlöser. Noch im gleichen Jahr ließen sie sich beide taufen und schlossen sich der Ortsgemeinde in Lage an. Hier hatte Elisabeth bis zuletzt ihr geistliches Zuhause.
Mit der Entscheidung für Jesus Christus, war es für Elisabeth auch eine Herzenssache ihren Kindern diesen Glauben nahe zu bringen. Sie betete stets für sie. Heute sind alle Kinder im Glauben an den Herrn Jesus und dienen in ihren Gemeinden.
Auch für Ihre Eltern und Geschwister betet Elisabeth bis zum Schluss. Ihr Vater, Viktor Tippel, durfte sich 1995, kurz vor seinem Tod, für Jesus Christus entscheiden. Dies war eine große Freude im Hause Keller.
1997 bauten Franz und Elisabeth ein Haus in Lage-Hardissen. Sie suchten die Nähe zur Gemeinde und bekamen so auch genug Platz für die ganze Familie. Elisabeth liebte ihre Gemeinde und diente dort gerne dem Herrn.
Mehrere Jahre führte sie Kinderstunden durch und schloss sich später einer Kochgruppe an. Hier durfte sie auch viele Jahre dienen, wobei es für sie eine besondere Freude war mit ihrem Ehemann Franz gemeinsam diesen Dienst zur Ehre Gottes und im Segen für die Gemeinde zu tun.
Die Kinder gründeten mit den Jahren ihre eigenen Familien und Elisabeth wurde eine 12-fache Oma. Sie liebte alle Enkelkinder und nahm sich viel Zeit für sie. Auch die Pflegekinder ihrer Tochter nahm sie als ihre eigenen Enkelkinder an und liebte sie gleichermaßen.
Elisabeth hatte gerne ihre Familie um sich. Das war einer der Hauptgründe, warum Franz und sie sich dafür entschieden, im Jahr 2015, zusammen mit einigen Kindern und ihren Familien in ein altes Landhaus zu ziehen. Hier war für alle genug Platz da. Stets wurden die ganze Familie und alle Gäste mit viel Liebe und Gastfreundschaft empfangen.
Im Frühling 2021 fiel auf, dass Elisabeth stark an Gewicht verlor und ihr zunehmend Kraft für den Alltag fehlte. Die ersten ärztlichen Untersuchungen ergaben, dass sie an Blutzucker erkrankt war. Trotz eingestellter Medikation stellte sich keine Besserung ein und die Schmerzen in der Bauchgegend nahmen zu.
Am 25.08.2021 wurde Elisabeth wegen starken Schmerzen mit dem Krankenwagen ins Klinikum Detmold gefahren. Es folgten einige Untersuchungen und bereits am Folgetag wurde eine neue Diagnose gestellt: Bauchspeicheldrüsenkrebs. Es war für alle eine unerwartete Nachricht. Schnell stand fest, dass aus medizinischer Sicht nichts mehr für Elisabeths Gesundheit getan werden konnte.
Dieser Tatsache begegnete Elisabeth sehr gefasst und sprach aus tiefster Überzeugung: „Ich bin bereit in die Ewigkeit zum Herrn zu gehen.“ Sie durfte nach Hause entlassen werden. Doch dort ging es Elisabeth zunehmend schlechter. Schließlich musste sie am 28.09.2021 erneut in die Klinik eingewiesen werden. Die Schmerzen nahmen zu und der Zustand verschlimmerte sich rasch. Ihr Ehemann Franz und die Kinder wechselten sich an ihrem Krankenbett ab, sodass sie nicht allein war.
In Geduld und tiefem Frieden ertrug Elisabeth das Leiden ihrer letzten Tage mit der Hoffnung, schon bald davon erlöst und bei ihrem Herrn zu sein. Im Beisein ihres Ehemannes Franz und einiger Familienmitglieder ging Elisabeth am 04.10.2021 um 15:50 Uhr friedlich heim.
Ihr Leiden hat ein Ende und sie darf nun sehen, was sie glaubte! Gott schenkte ihr 60 Jahre, 3 Monate und 24 Tage. Sie hinterlässt ihren Ehemann Franz, fünf Kinder und Schwiegerkinder, 12 Enkelkinder sowie ihre Mutter, eine Schwester und vier Brüder mit Ehefrauen.
Im Tod vorangegangen sind ihre zwei Söhne, ihr Vater, ihre Schwiegereltern, ihr Schwager Viktor und ihre Schwägerin Anna Kandlen.
Lage, den 12. Oktober 2021
Im Moment weint die Liebe und das Herz ist so schwer,
Doch im Glauben getröstet blicken wir auf – zu dir Herr.
Du gabst und du nahmst, was gut für uns ist,
Dafür danken wir dir Jesus, denn unser Hirte du bist.